Wann sind die Weihnachtsferien 2026/2027? Alle 16 Bundesländer im Überblick

Last Updated on 19 Sekunden ago by TodayWhy Editorial

Die Weihnachtsferien 2026/2027 beginnen in Deutschland je nach Bundesland zwischen dem 21. Dezember 2026 (Hamburg, Saarland, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern) und dem 24. Dezember (Bayern). Am längsten frei haben Schülerinnen und Schüler in Hessen: Dort dauern die Ferien bis zum 12. Januar 2027 — mit 21 Tagen die längste Weihnachtspause aller 16 Bundesländer.

Anders als bei den Sommerferien gibt es bei den Weihnachtsferien tatsächlich ein Zeitfenster, in dem bundesweit alle Schulen gleichzeitig geschlossen sind. Wer plant, sollte trotzdem genau hinschauen: Zwischen dem frühesten und dem spätesten Ferienende liegen mehr als zwei volle Wochen Unterschied — mit spürbaren, direkten Folgen für Flugpreise, Skigebiete und die Silvester-Reisewelle.

Dieser Beitrag zeigt alle 16 Termine im Detail, erklärt die Logik hinter der ungleichen Verteilung und geht der Frage nach, warum ausgerechnet die Winterferien im Februar zum uneinheitlichsten Abschnitt im gesamten deutschen Schulkalender geworden sind — mit spürbaren Folgen für die Urlaubsplanung von Millionen Familien in ganz Deutschland.

Alle Weihnachtsferien-Termine 2026/2027: Die vollständige Tabelle

Die folgenden Daten stammen aus dem offiziellen Ferienkalender der Kultusministerkonferenz (KMK), der zentralen Koordinierungsstelle für Schulferientermine in Deutschland.

BundeslandBeginnEndeDauer
SaarlandMo., 21. DezemberDo., 31. Dezember11 Tage
HamburgMo., 21. DezemberFr., 1. Januar12 Tage
Mecklenburg-VorpommernMo., 21. DezemberSa., 2. Januar13 Tage
Sachsen-AnhaltMo., 21. DezemberSa., 2. Januar13 Tage
BerlinMi., 23. DezemberSa., 2. Januar11 Tage
BrandenburgMi., 23. DezemberSa., 2. Januar11 Tage
SachsenMi., 23. DezemberSa., 2. Januar11 Tage
ThüringenMi., 23. DezemberSa., 2. Januar11 Tage
Nordrhein-WestfalenMi., 23. DezemberMi., 6. Januar15 Tage
Rheinland-PfalzMi., 23. DezemberFr., 8. Januar17 Tage
Baden-WürttembergMi., 23. DezemberSa., 9. Januar18 Tage
BremenMi., 23. DezemberSa., 9. Januar18 Tage
NiedersachsenMi., 23. DezemberSa., 9. Januar18 Tage
HessenMi., 23. DezemberDi., 12. Januar21 Tage
Schleswig-HolsteinMo., 21. DezemberMi., 6. Januar17 Tage
BayernDo., 24. DezemberFr., 8. Januar16 Tage

Hinweis: Alle Angaben nach dem offiziellen KMK-Ferienkalender, Stand 9. Oktober 2025. Anders als bei den Sommerferien legt jedes Bundesland seine Weihnachtsferien eigenständig fest; einzelne bewegliche Ferientage können je nach Schule zusätzlich abweichen.

Haben alle 16 Bundesländer gleichzeitig Weihnachtsferien?

Ja — anders als im Sommer gibt es bei den Weihnachtsferien 2026/2027 ein Zeitfenster, in dem tatsächlich alle 16 Bundesländer gleichzeitig schulfrei haben: vom 24. bis zum 31. Dezember. Der späteste Ferienbeginn liegt am 24. Dezember (Bayern), das früheste Ferienende am 31. Dezember (Saarland). In diesen acht Tagen zwischen Heiligabend und Silvester sitzen somit ausnahmslos alle Schulkinder Deutschlands zu Hause.

Das ist ein deutlicher Unterschied zum Sommer, wo das gestaffelte Rotationssystem der KMK bewusst verhindert, dass sich jemals alle 16 Länder überschneiden. Bei Weihnachten fehlt dieser politische Interessenausgleich schlicht — der Grund dafür liegt in der Natur des Termins selbst, wie der nächste Abschnitt erklärt.

Warum werden die Weihnachtsferien nicht wie die Sommerferien bundesweit abgestimmt?

Die Antwort liegt im deutschen Bildungsföderalismus. Nach dem Grundgesetz liegt die sogenannte Kulturhoheit der Länder vor: Bildungspolitik, einschließlich der Festlegung von Schulferien, ist Ländersache. Die Kultusministerkonferenz (KMK) koordiniert freiwillig nur die Sommerferien in einem mehrjährigen Rotationsplan, weil hier der wirtschaftliche und verkehrliche Druck am größten ist — sechs Wochen Ferien für Millionen Familien gleichzeitig würden Autobahnen, Flughäfen und Reiseziele überlasten.

Bei Weihnachten, Ostern, Pfingsten und den Herbstferien entfällt dieser Koordinierungsbedarf weitgehend, weil der Anlass selbst — Heiligabend, Ostersonntag — für alle Bundesländer gleichermaßen feststeht und die Ferien sich dadurch ohnehin natürlich um dasselbe Kalenderdatum herum bündeln. Jedes Land legt Beginn und Ende daher eigenständig fest und meldet die Termine anschließend an das KMK-Sekretariat, das sie lediglich als Übersicht veröffentlicht, ohne selbst gestaltend einzugreifen.

Ein wichtiger Fixpunkt sorgt dabei dennoch für eine Art Gleichheit im Hintergrund: das Hamburger Abkommen von 1964. Es legt fest, dass alle Schülerinnen und Schüler in Deutschland über das gesamte Schuljahr hinweg dieselbe Gesamtzahl an Ferientagen erhalten — nach gängiger Auslegung 75 Tage, Samstage eingerechnet. Nur die Verteilung dieser Tage auf die einzelnen Ferienabschnitte unterscheidet sich von Bundesland zu Bundesland. Wer also in Hessen besonders lange Weihnachtsferien hat, hat an anderer Stelle im Schuljahr entsprechend kürzere Ferien.

Warum haben manche Bundesländer im Februar zusätzlich Winterferien, andere nicht?

Nach den Weihnachtsferien taucht im Ferienkalender 2027 eine zweite, deutlich unregelmäßigere Ferienart auf: die Winterferien, meist Anfang bis Mitte Februar. Hier zeigt sich die größte Uneinheitlichkeit im gesamten deutschen Ferienkalender.

BundeslandWinterferien 2027
Mecklenburg-Vorpommern8. – 19. Februar (12 Tage, längste Winterferien)
Sachsen8. – 19. Februar
Saarland8. – 12. Februar
Berlin1. – 6. Februar
Brandenburg1. – 6. Februar
Sachsen-Anhalt1. – 6. Februar
Thüringen1. – 6. Februar
Bremen1. – 2. Februar (2 Tage)
Niedersachsen1. – 2. Februar (2 Tage)
Hamburg29. Januar (1 Tag, „Halbjahrestag“)
Baden-Württembergkeine eigenständigen Winterferien
Hessenkeine eigenständigen Winterferien
Nordrhein-Westfalenkeine eigenständigen Winterferien
Rheinland-Pfalzkeine eigenständigen Winterferien
Schleswig-Holsteinkeine eigenständigen Winterferien
Bayernkeine „Winterferien“, aber eigene Frühjahrs-/Faschingsferien Anfang Februar

Fünf Bundesländer — Baden-Württemberg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein — verzichten laut offiziellem KMK-Kalender vollständig auf eine gesonderte Winterferienwoche. Bayern nimmt eine Sonderrolle ein: Offiziell führt der KMK-Kalender für Bayern ebenfalls keine „Winterferien“, stattdessen aber eigene Frühjahrsferien Anfang Februar, die denselben Zweck erfüllen und traditionell mit der Faschingszeit zusammenfallen.

Besonders auffällig: Ausgerechnet die klassischen Karnevalshochburgen Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz gehören zu den Bundesländern ganz ohne feste Winterferien. Der Grund ist praktischer Natur. Diese Länder verwalten stattdessen sogenannte bewegliche Ferientage — eine begrenzte Anzahl frei verfügbarer schulfreier Tage, die einzelne Schulen selbst auf den Kalender legen dürfen. In der Praxis nutzen die meisten Schulen in NRW und Rheinland-Pfalz genau diese beweglichen Tage, um zumindest Rosenmontag und Fastnachtsdienstag freizugeben, auch wenn dafür keine offizielle, landesweit einheitliche Ferienwoche existiert, wie eine Recherche des ADAC bestätigt. Autofahrer in Karnevalshochburgen müssen an diesen Tagen zudem regelmäßig mit Straßensperrungen durch traditionelle Umzüge rechnen, die oft nicht nur Innenstädte, sondern auch großräumige Ausweichrouten betreffen.

Bei den Ländern mit klassischen Winterferien fällt zudem ein Ost-West-Muster auf: Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen haben mit rund zwei Wochen die mit Abstand längsten Winterferien, während Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Thüringen sich auf eine knappe Woche beschränken. Diese Länder liegen überwiegend im Osten Deutschlands, wo die Tradition einer zusätzlichen Winterpause historisch stärker verankert ist als in weiten Teilen des Westens.

Warum endet die Weihnachtspause ausgerechnet in Hessen so spät?

Mit 21 Tagen haben hessische Schulkinder die längste zusammenhängende Weihnachtspause aller 16 Bundesländer — sie endet erst am 12. Januar 2027, während die meisten anderen Länder bereits in der ersten Januarwoche wieder in die Schule gehen. Der Grund liegt erneut im Hamburger Abkommen: Da die Gesamtzahl der Ferientage über das Schuljahr hinweg für alle Länder gleich bleibt, verteilt Hessen einen größeren Anteil dieser Tage auf die Weihnachtszeit — was an anderer Stelle im Kalenderjahr, etwa bei den Herbst- oder Osterferien, durch entsprechend kürzere Ferienabschnitte ausgeglichen wird.

Am anderen Ende der Skala liegt das Saarland: Die Weihnachtsferien enden dort bereits am 31. Dezember — als einziges Bundesland reichen sie nicht einmal ins neue Jahr hinein. Saarländische Schulkinder sitzen damit bereits am 2. Januar wieder in der Schule, während anderswo in Deutschland noch bis zu zwei weitere Wochen Ferien anstehen.

Reisekalender: Diese Tage werden zur Silvester-Reisewelle

Weil sich die Weihnachtsferien bundesweit stark überschneiden, konzentriert sich der Reiseverkehr auf deutlich engere Zeitfenster als im Sommer — mit entsprechend hoher Verkehrsdichte an wenigen Tagen.

  • 22.–23. Dezember 2026 (letzte Arbeitstage vor Heiligabend): Der klassische vorweihnachtliche Rückreise- und Anreiseverkehr in Richtung Familienbesuche und Wintersportgebiete erreicht seinen Höhepunkt. Besonders betroffen sind die Nachmittags- und Abendstunden.
  • 27.–30. Dezember 2026 (Tage zwischen den Jahren): Diese Woche gilt als beliebtestes Fenster für Kurzurlaube und Skireisen, da praktisch alle Bundesländer gleichzeitig Ferien haben und viele Berufstätige zwischen Weihnachten und Neujahr freinehmen.
  • 2.–3. Januar 2027 (Rückreisewelle nach Silvester): Sachsen, Sachsen-Anhalt, Berlin, Brandenburg, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern enden zu diesem Zeitpunkt bereits, während die übrigen Länder teils noch bis zu zwei Wochen länger frei haben — was zu einer ersten, konzentrierten Rückreisewelle vor allem aus Wintersportgebieten führt.
  • 9.–12. Januar 2027 (Ende der längsten Ferien): Baden-Württemberg, Bremen und Niedersachsen enden am 9. Januar, Hessen als letztes Bundesland erst am 12. Januar. Wer diese Woche für eine Reise nutzt, profitiert von deutlich geringerem Andrang, da die meisten anderen Bundesländer zu diesem Zeitpunkt bereits wieder im Schulalltag sind.

Tipps für die Planung der Weihnachtsferien 2026/2027

Skigebiete früh buchen. Da sich die Weihnachtsferien fast aller Bundesländer zwischen den Jahren überschneiden, sind beliebte Wintersportregionen in den Alpen genau in diesem Zeitraum besonders ausgebucht und teuer. Wer flexibel ist, profitiert von den letzten Januartagen, wenn nur noch wenige Bundesländer Ferien haben.

Auf das Hin- und Rückreisedatum achten. Da Bayern als einziges Bundesland erst am 24. Dezember startet, aber bis zum 8. Januar frei hat, und das Saarland als einziges Land bereits am 31. Dezember wieder zur Schule geht, lohnt sich für Familien aus diesen beiden Ländern ein genauer Blick auf die jeweils andere Terminlage, wenn ein gemeinsamer Urlaub mit Verwandten aus einem anderen Bundesland geplant wird.

Winterferien nicht vergessen. Wer in Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen oder dem Saarland wohnt, hat im Februar eine zusätzliche freie Woche, die sich gut für einen zweiten, meist günstigeren Winterurlaub nutzen lässt — während Familien aus Baden-Württemberg, Hessen, NRW, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein diese Option nicht haben und stattdessen auf bewegliche Ferientage der jeweiligen Schule angewiesen sind.

Elektroautos brauchen im Winter mehr Reichweite einplanen. Wer die Weihnachts- oder Winterferien für eine längere Autofahrt nutzt, etwa in Richtung Alpen oder Ostseeküste, sollte bei niedrigen Temperaturen einen spürbar höheren Energieverbrauch von Elektrofahrzeugen einkalkulieren als im Sommer. Eine Route mit ausreichend Lademöglichkeiten entlang der Strecke erspart unnötigen Zeitverlust, gerade an den besonders stark befahrenen Tagen rund um den Ferienbeginn.

Auf das Bundesland des Arbeits- oder Schulortes achten. Wie schon bei den Sommerferien gilt: Maßgeblich ist der Ferienkalender des Bundeslandes, in dem die Schule des Kindes liegt — nicht zwingend der Wohnort der Familie, falls diese über eine Landesgrenze hinweg pendelt.

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Häufige Fragen zu den Weihnachtsferien 2026/2027

Wann beginnen die Weihnachtsferien 2026 in Deutschland?

Am frühesten beginnen sie am 21. Dezember 2026 in Hamburg, dem Saarland, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern. Als letztes Bundesland startet Bayern am 24. Dezember, wenige Stunden vor Heiligabend.

Welches Bundesland hat die längsten Weihnachtsferien 2026/2027?

Hessen mit 21 Tagen, vom 23. Dezember 2026 bis zum 12. Januar 2027 — die längste Weihnachtspause aller 16 Bundesländer.

Welches Bundesland hat die kürzesten Weihnachtsferien?

Mehrere Bundesländer teilen sich mit 11 Tagen den kürzesten Zeitraum: Berlin, Brandenburg, Sachsen, Thüringen und das Saarland. Das Saarland ist zudem das einzige Bundesland, dessen Ferien bereits am 31. Dezember enden, statt bis ins neue Jahr zu reichen.

Wann sind die Weihnachtsferien 2026 in NRW?

In Nordrhein-Westfalen laufen die Weihnachtsferien 2026/2027 vom 23. Dezember 2026 bis zum 6. Januar 2027 — 15 Tage.

Wann sind die Weihnachtsferien 2026 in Bayern?

In Bayern beginnen die Weihnachtsferien erst am 24. Dezember 2026, als einziges Bundesland nach Heiligabend, und enden am 8. Januar 2027 — 16 Tage.

Wann sind die Weihnachtsferien 2026 in Hessen?

In Hessen dauern die Weihnachtsferien vom 23. Dezember 2026 bis zum 12. Januar 2027 — mit 21 Tagen die längste Weihnachtspause aller 16 Bundesländer.

Haben alle Bundesländer gleichzeitig Weihnachtsferien?

Zwischen dem 24. und dem 31. Dezember 2026 haben tatsächlich alle 16 Bundesländer gleichzeitig frei — anders als bei den Sommerferien, bei denen es keinen einzigen gemeinsamen Ferientag gibt.

Warum haben nicht alle Bundesländer im Februar Winterferien?

Winterferien werden, anders als die Sommerferien, nicht bundesweit koordiniert. Jedes Bundesland entscheidet eigenständig, ob und wie es diese zusätzliche Ferienzeit einrichtet. Baden-Württemberg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein verzichten komplett darauf; einige, wie Nordrhein-Westfalen, nutzen stattdessen bewegliche Ferientage rund um Karneval.

Bekommen alle Schülerinnen und Schüler in Deutschland gleich viele Ferientage?

Ja, in der Summe schon. Das Hamburger Abkommen von 1964 legt fest, dass alle Bundesländer ihren Schülerinnen und Schülern über das Schuljahr hinweg dieselbe Gesamtzahl an Ferientagen gewähren müssen. Nur die Verteilung auf die einzelnen Ferienabschnitte unterscheidet sich.

Wo finde ich die offiziellen Termine für mein Bundesland?

Die verbindliche Übersicht veröffentlicht die Kultusministerkonferenz (KMK) auf kmk.org. Für Detailfragen zu einzelnen Schulen sind die jeweiligen Landes-Schulverwaltungen zuständig.

Ändern sich die Termine noch, oder stehen sie schon fest?

Die Weihnachtsferien 2026/2027 sind bereits verbindlich von den Kultusministerien der Länder beschlossen und werden von der KMK lediglich als bundesweite Übersicht veröffentlicht. Änderungen einzelner Termine gelten als unwahrscheinlich, sind aber theoretisch durch das jeweilige Landesministerium möglich, etwa bei außergewöhnlichen Umständen.

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