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Die Sommerferien 2026 beginnen in Deutschland am 29. Juni — in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland. Als letztes Bundesland startet Bayern am 3. August, mit Ferien bis zum 14. September. Zwischen diesen beiden Extremen liegen gut elf Wochen, in denen durchgehend mindestens ein Bundesland schulfrei hat.
Wer plant, muss wissen: Der Unterschied zwischen frühem und spätem Ferienbeginn bedeutet oft den Unterschied zwischen günstigen Flugpreisen und Hochsaisontarifen — und zwischen freier Autobahn und stundenlangem Stau.
Alle Sommerferien-Termine 2026: Die vollständige Tabelle
Die folgenden Daten stammen aus dem offiziellen Ferienkalender der Kultusministerkonferenz (KMK), der verbindlichen bundesweiten Koordinierungsstelle für Schulferien in Deutschland.
| Bundesland | Beginn | Ende | Dauer |
|---|---|---|---|
| Hessen | Mo., 29. Juni | Fr., 7. August | 40 Tage |
| Rheinland-Pfalz | Mo., 29. Juni | Fr., 7. August | 40 Tage |
| Saarland | Mo., 29. Juni | Fr., 7. August | 40 Tage |
| Bremen | Do., 2. Juli | Mi., 12. August | 42 Tage |
| Niedersachsen | Do., 2. Juli | Mi., 12. August | 42 Tage |
| Sachsen | Sa., 4. Juli | Fr., 14. August | 42 Tage |
| Sachsen-Anhalt | Sa., 4. Juli | Fr., 14. August | 42 Tage |
| Thüringen | Sa., 4. Juli | Fr., 14. August | 42 Tage |
| Schleswig-Holstein | Sa., 4. Juli | Sa., 15. August | 43 Tage |
| Berlin | Do., 9. Juli | Sa., 22. August | 45 Tage |
| Brandenburg | Do., 9. Juli | Sa., 22. August | 45 Tage |
| Hamburg | Do., 9. Juli | Mi., 19. August | 42 Tage |
| Mecklenburg-Vorpommern | Mo., 13. Juli | Sa., 22. August | 41 Tage |
| Nordrhein-Westfalen | Mo., 20. Juli | Di., 1. September | 43 Tage |
| Baden-Württemberg | Do., 30. Juli | Sa., 12. September | 45 Tage |
| Bayern | Mo., 3. August | Mo., 14. September | 43 Tage |
Hinweis: Alle Angaben nach dem offiziellen KMK-Ferienkalender 2026. Einzelne bewegliche Ferientage können je nach Schule abweichen.
Haben alle 16 Bundesländer 2026 gleichzeitig Sommerferien?
Nein — es gibt in keiner Woche des Sommers 2026 einen Tag, an dem alle 16 Bundesländer gleichzeitig schulfrei haben. Das Rotationssystem der Kultusministerkonferenz (KMK) ist genau darauf ausgelegt, einen solchen Gleichlauf zu verhindern.
Am nächsten kommen sich die Bundesländer in der ersten Augustwoche (1.–8. August 2026): Zu diesem Zeitpunkt haben 14 der 16 Bundesländer Sommerferien. Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland sind bereits wieder in der Schule (Ferienende: 7. August), während Bayern und Baden-Württemberg gerade erst begonnen haben (Beginn: 3. bzw. 30. Juli). Diese Woche ist daher das staureichste und teuerste Reisefenster des Sommers 2026.
Wer alle 16 Bundesländer gleichzeitig antreffen möchte, muss auf den Herbst warten: Am Tag der Deutschen Einheit (3. Oktober) ist bundesweit schulfrei.
Warum starten die Bundesländer nicht gleichzeitig in die Sommerferien?
Die Staffelung ist kein Zufall — sie ist das Ergebnis eines jahrzehntelangen politischen Aushandlungsprozesses innerhalb der Kultusministerkonferenz (KMK), dem Gremium, das die Schulpolitik der 16 Bundesländer koordiniert.
Das zugrundeliegende Prinzip heißt Rotationssystem: Kein Bundesland soll dauerhaft den frühesten oder den spätesten Ferienbeginn haben. Stattdessen wechseln die Starttermine jährlich in einem festgelegten Rhythmus. Das hat drei konkrete Ziele:
- Verkehrsentlastung: Wenn alle 16 Bundesländer gleichzeitig in die Ferien starten würden, wären Autobahnen, Flughäfen und beliebte Reiseziele an einem einzigen Wochenende überlastet. Die Staffelung verteilt diese Last über rund zwölf Wochen.
- Preisregulierung: Reiseanbieter können bei gleichzeitigem Massenandrang die Preise deutlich anheben. Gestaffelte Ferien bedeuten mehr Spielraum für günstigere Buchungen außerhalb der absoluten Spitzenzeiten.
- Kapazitätsverteilung: Ferienorte, Campingplätze und Freizeitparks können bei Staffelung mehr Familien über die Saison verteilen, ohne in einzelnen Wochen an ihre Kapazitätsgrenzen zu stoßen.
Das System funktioniert allerdings nur so gut wie die Bereitschaft aller Beteiligten, daran teilzunehmen. Und genau daran krankt es seit Jahren.

Warum starten Bayern und Baden-Württemberg immer zuletzt?
Bayern und Baden-Württemberg sind die einzigen zwei Bundesländer, die nicht am Rotationssystem der KMK teilnehmen. Sie belegen in jedem Jahr von 2025 bis mindestens 2030 die letzten Starttermine — Bayern davon immer den allerletzten.
Die offizielle Begründung der KMK ist zweiteilig. Erstens haben beide Länder traditionell rund zweiwöchige Pfingstferien (2026: 26. Mai bis 5. Juni), und zwischen Pfingst- und Sommerferien soll genug Zeit für Abschlussprüfungen und Klassenarbeiten bleiben. Zweitens verweisen Bayern und Baden-Württemberg auf eine historische Besonderheit: Als die heutige Ferienordnung Mitte des 20. Jahrhunderts entstand, wurden Schulkinder im agrarisch geprägten Süden noch für die Sommerernte gebraucht. Wer früh in die Ferien fuhr, verpasste die Heuernte.
Dieses Argument gilt heute in München selbst als überholt. Trotzdem wurde es nie formal abgeschafft. Die späten Termine blieben bestehen — und sorgen seitdem für wiederkehrende Kritik aus anderen Bundesländern. Nordrhein-Westfalen fordert seit Jahren, dass alle 16 Länder rotieren. Rückendeckung kommt aus Rheinland-Pfalz und anderen Bundesländern. Bisher ohne Ergebnis.
Für Familien in Bayern und Baden-Württemberg hat das einen unbestreitbaren Vorteil: Sie reisen in der Regel in eine Zeit, in der die meisten anderen Bundesländer bereits wieder in der Schule sind — und Preise sowie Andrang oft schon sinken.
Stau-Kalender 2026: Diese Wochenenden werden kritisch
2026 gibt es kein einziges Wochenende, an dem alle 16 Bundesländer gleichzeitig Sommerferien haben — das ist die gute Nachricht. Die schlechte: Das erste Augustwochenende kommt dem sehr nahe.
- 1.–2. August 2026 (Erstes Augustwochenende): Fast alle Bundesländer haben zu diesem Zeitpunkt Ferien. Baden-Württemberg und Bayern starten am 30. Juli bzw. 3. August. Dies ist das staugefährdetste Wochenende der Saison. Besonders belastet: Freitagnachmittag (ca. 14–18 Uhr), Samstagvormittag und Sonntagnachmittag.
- 25.–27. Juli 2026 (Letztes Juli-Wochenende): Berlin, Brandenburg, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein befinden sich in der Rückreisewelle, gleichzeitig startet NRW am 20. Juli. Erhöhte Belastung auf Nord-Süd-Achsen.
- 20. Juli 2026 (NRW-Ferienbeginn): Da NRW das bevölkerungsreichste Bundesland ist, ist allein sein Ferienbeginn bundesweit spürbar — vor allem auf den westdeutschen Autobahnen Richtung Süden und an der Nordseeküste.
- 29. Juni 2026 (Ferienbeginn Hessen/RLP/Saarland): Für Reisende aus diesen drei Bundesländern beginnt bereits Ende Juni die Hauptreisezeit. Flüge und Hotels ab Ende Juni können daher bereits Hochsaisonpreise haben.
Grundregel: Wer auf den staugefährdetsten Wochenenden reisen muss, sollte Freitagabend oder sehr früh am Samstagmorgen starten — oder komplett auf den Mittwoch oder Donnerstag ausweichen.

Tipps für die Ferienplanung 2026
Früh buchen lohnt sich mehr denn je. 2026 startet die Reisesaison bereits am 29. Juni. Wer in einem früh startenden Bundesland lebt und populäre Ziele ansteuert, sollte Flüge und Unterkünfte idealerweise bereits im Winter gebucht haben.
Günstige Fenster nutzen. Familien aus Bayern oder Baden-Württemberg reisen oft noch in der Zeit, in der andere Bundesländer bereits wieder zur Schule gegangen sind. Wer die letzten zwei Augustwochen nutzt, findet oft deutlich günstigere Konditionen als in der Hochsaison.
Ferienkalender abgleichen, wenn man pendelt. Es gilt immer der Feiertags- und Ferienkalender des Arbeitsortes, nicht des Wohnortes. Wer in einem anderen Bundesland arbeitet, als er wohnt, richtet sich nach den Schulferien des Bundeslandes, in dem die Schule des Kindes liegt.
Für 2027 jetzt schon vormerken. Das Rotationssystem der KMK verschiebt die Termine jedes Jahr. Schleswig-Holstein etwa startete 2026 deutlich früher als im Vorjahr. Es lohnt sich, die KMK-Tabelle für 2027 früh zu prüfen, sobald sie veröffentlicht wird.

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Häufige Fragen zu den Sommerferien 2026
Wann beginnen die Sommerferien 2026 in Deutschland?
Die Sommerferien 2026 starten als erstes am 29. Juni in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland. Als letztes Bundesland beginnt Bayern am 3. August 2026.
Wann enden die Sommerferien 2026 in Bayern?
In Bayern laufen die Sommerferien 2026 vom 3. August bis zum 14. September — mit 43 Tagen die längsten aller Bundesländer.
Wann sind die Sommerferien 2026 in NRW?
In Nordrhein-Westfalen sind die Sommerferien 2026 vom 20. Juli bis zum 1. September.
Warum haben nicht alle Bundesländer gleichzeitig Sommerferien?
Das Rotationssystem der Kultusministerkonferenz (KMK) staffelt die Termine bewusst, um Staus, Überlastung von Reisezielen und Preisexplosionen zu vermeiden. 14 der 16 Bundesländer nehmen daran teil — Bayern und Baden-Württemberg nicht.
An welchen Wochenenden 2026 gibt es die schlimmsten Staus?
Das staureichste Wochenende wird voraussichtlich das erste Augustwochenende (1.–2. August) sein, wenn fast alle Bundesländer gleichzeitig Ferien haben. Auch der 25.–27. Juli und der 20. Juli (NRW-Ferienbeginn) gelten als kritisch.
Warum starten Bayern und Baden-Württemberg immer zuletzt?
Bayern und Baden-Württemberg nehmen nicht am KMK-Rotationssystem teil. Der historische Grund waren Erntezeiten im agrarisch geprägten Süden — eine Begründung, die heute als überholt gilt, aber nie abgeschafft wurde. Zudem schreibt die KMK einen Abstand zwischen den Pfingstferien und dem Sommerferienstart vor.