Warum sind diese Top-Teams nicht bei der WM 2026?

Last Updated on 6 Stunden ago by TodayWhy Editorial

Die WM 2026 ist mit 48 Teams die größte Fußball-Weltmeisterschaft aller Zeiten – trotzdem haben es einige der bekanntesten Fußballnationen der Welt nicht geschafft, sich zu qualifizieren. Allen voran Italien, das zum dritten Mal in Folge fehlt, obwohl der Plätze-Pool durch die Aufstockung von 32 auf 48 Teams eigentlich größer geworden ist. TodayWhy erklärt, warum diese Top-Teams trotz der Reform-Chance nicht bei der WM 2026 mitspielen.

Italien: Die dritte verpasste WM in Folge

Italien ist viermaliger Weltmeister und amtierender Europameister von 2020 – und verpasst trotzdem zum dritten Mal nacheinander die WM. Nach 2018 und 2022 reichte es auch 2026 nicht: Die Squadra Azzurra scheiterte erneut im UEFA-Playoff-Verfahren, das europäischen Mannschaften ohne direkten Gruppensieg eine letzte Chance gibt. Für eine Fußballnation mit vier WM-Titeln ist das historisch – kein anderer ehemaliger Weltmeister hat aktuell eine vergleichbare Durststrecke.

Dänemark: Im Elfmeterschießen gescheitert

Dänemark kam der Qualifikation so nahe wie kaum eine andere Mannschaft. Die Dänen setzten sich im Playoff zunächst gegen Nordmazedonien durch, scheiterten dann aber im Elfmeterschießen an Tschechien – buchstäblich der letzte Schritt vor der WM. Nach den vergangenen zwei Turnierteilnahmen ist Dänemark damit 2026 nicht dabei, obwohl der Kader mit Spielern wie Pierre-Emile Højbjerg und Rasmus Højlund auf dem Papier konkurrenzfähig war.

Polen: Lewandowskis letzte Chance vertan

Für Robert Lewandowski, mit 37 Jahren einer der besten Stürmer seiner Generation, war die WM 2026 die letzte realistische Chance auf eine Teilnahme. Polen kam im UEFA-Playoff weit, scheiterte am Ende aber an Schweden – trotz fünf Toren von Lewandowski in der Qualifikationsphase. Damit endet seine internationale Karriere ohne ein letztes WM-Kapitel.

Nigeria und Kamerun: Afrikas Schwergewichte scheitern am selben Gegner

Mit der Reform auf 48 Teams erhielt Afrika erstmals neun direkte Startplätze plus einen interkontinentalen Playoff-Platz. Profitiert haben davon Nationen wie die Elfenbeinküste – nicht aber zwei der traditionsreichsten afrikanischen Mannschaften: Nigeria und Kamerun scheiterten beide im afrikanischen Playoff am selben Gegner, der DR Kongo, und verpassten damit trotz der Platzaufstockung die WM.

Chile und Costa Rica: Überraschungen in Nord- und Südamerika

In Südamerika qualifizierten sich durch die Reform sechs der zehn Verbandsmitglieder automatisch – Chile, einst mit zwei WM-Teilnahmen 2010 und 2014, gehörte trotzdem zu den Verlierern und landete abgeschlagen auf dem letzten Tabellenplatz. Noch überraschender war das Scheitern von Costa Rica: Als Mitausrichter-Nachbar der USA, Mexikos und Kanadas und mit fünf WM-Teilnahmen in den vergangenen sechs Turnieren galt eine Qualifikation eigentlich als Formsache – am Ende reichte es nicht einmal annähernd.

Serbien und Russland: Politik und knappe Tabellenplätze

Serbien verpasste die Playoff-Plätze nur um zwei Punkte hinter Albanien und bleibt damit nach zwei WM-Teilnahmen in Folge erstmals wieder außen vor. Russland hingegen war gar nicht erst zugelassen: Seit dem Angriff auf die Ukraine sind russische Nationalmannschaften von der FIFA und der UEFA von allen Wettbewerben ausgeschlossen – auch von der Qualifikation zur WM 2026.

Was die Ausfälle für das Turnier bedeuten

Die Aufstockung auf 48 Teams hat in erster Linie kleineren Fußballnationen wie Curaçao, Usbekistan oder Kap Verde den Sprung zur WM ermöglicht. Für etablierte Top-Nationen wie Italien hat sie die Qualifikation dagegen kaum erleichtert – wer in seiner Gruppe oder im Playoff schwächelt, fällt weiterhin durch das Raster, egal wie groß der Name auf dem Trikot ist. Für deutsche Fans bedeutet das vor allem: Bei der laufenden WM trifft die Nationalmannschaft im weiteren Turnierverlauf auf andere Gegner, als es noch vor wenigen Jahren der Fall gewesen wäre.

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