Last Updated on 13 Stunden ago by TodayWhy Editorial
Update, 20. Juli 2026: Das Finale ist gelaufen. Spanien hat Argentinien 1:0 nach Verlängerung geschlagen und sich damit den zweiten WM-Titel gesichert. Den vollständigen Rückblick mit allen Details zum umstrittenen aberkannten Tor und der Roten Karte gibt es in unserem Finale-Recap: Warum zählt das Tor nicht? Der ursprüngliche Vorschau-Artikel bleibt darunter zur Einordnung erhalten.
Deutschland war längst raus, trotzdem hatte sich der Blick zum WM-Finale gelohnt: Spanien gegen Argentinien war eines der historisch bedeutendsten Endspiele seit Jahrzehnten – mit Messis letzter Chance auf einen zweiten WM-Titel in Folge und einem echten Generationenduell auf dem Platz.
Wie ist das WM-Finale ausgegangen?
Spanien gewann 1:0 nach Verlängerung. Ferran Torres erzielte den entscheidenden Treffer in der 106. Minute. Argentinien musste die letzte halbe Stunde mit zehn Spielern bestreiten, nachdem Enzo Fernández kurz vor Ende der regulären Spielzeit die Gelb-Rote Karte gesehen hatte. Ein zuvor erzieltes Tor von Nico Williams war in der Verlängerung wegen eines Fouls im Vorfeld aberkannt worden.
Es ist Spaniens zweiter WM-Titel nach 2010. Argentinien verpasste damit die Titelverteidigung, die zuvor nur Italien (1938) und Brasilien (1958/1962) gelungen war.
Warum sich das Finale auch ohne deutsche Beteiligung gelohnt hat
Argentinien hatte den Titel von 2022 verteidigt und wollte als erstes Team seit Brasilien 1958/1962 zwei WM-Titel in Folge holen. Spanien kämpfte dagegen erst um seinen zweiten WM-Titel überhaupt, nach dem Triumph 2010. Zum ersten Mal seit 60 Jahren standen sich damit die amtierenden Meister Südamerikas und Europas im WM-Finale gegenüber – bei der WM 1966 trafen beide Teams zwar schon einmal aufeinander, damals aber nur in der Gruppenphase.
Beste Offensive gegen beste Defensive
Die Statistik hatte einen echten Stilkonflikt versprochen: Argentinien war mit 19 Treffern torgefährlichstes Team des Turniers, Spanien hatte im gesamten Turnier nur ein einziges Gegentor kassiert. Am Ende setzte sich die spanische Defensive durch: Argentinien kam über die kompletten 120 Minuten zu keinem einzigen Torschuss.
Rodri hatte für Spanien die meisten Pässe aller Spieler des Turniers gespielt, Mikel Oyarzabal war mit fünf Toren spanischer Topscorer. Auf argentinischer Seite hatten Lautaro Martínez und Enzo Fernández beigetragen, doch das Team blieb bis zuletzt auf einen Mann zugeschnitten.
Messi gegen Yamal: ein Generationswechsel
Messi, mit 39 Jahren vermutlich in seiner letzten WM, kam im Finale nur selten in gefährliche Positionen und blieb ohne Torschuss. Yamal, mit 19 Jahren in seiner ersten WM und ausgerechnet im Trikot des Vereins, bei dem Messi 21 Jahre gespielt hat, war an der Vorbereitung des entscheidenden Tores beteiligt.

Die Sache mit dem Goldenen Schuh
Vor dem Finale hatte sich das Rennen um die Torjägerkrone noch einmal verschoben: Frankreichs Kylian Mbappé war mit zehn Turniertoren in Führung gegangen, zwei mehr als Messi. Da Messi im Finale ohne Torerfolg blieb, sicherte sich Mbappé die Torjägerkrone. Aus deutscher Sicht bleibt Deniz Undav mit drei Turniertoren der treffsicherste DFB-Spieler dieser WM.
Wie geht es weiter?
Die nächste Fußball-Weltmeisterschaft findet 2030 statt, ausgerichtet von Spanien, Portugal und Marokko. Spanien tritt dann als amtierender Titelverteidiger im eigenen Land an. Für Argentinien beginnt nun der Umbruch, ohne dass klar ist, ob Messi noch einmal Teil einer WM-Kampagne sein wird.
Häufige Fragen
Wer hat das WM-Finale 2026 gewonnen?
Spanien gewann 1:0 nach Verlängerung gegen Argentinien und sicherte sich damit den zweiten WM-Titel der Vereinsgeschichte.
Wer hat das Siegtor geschossen?
Ferran Torres traf in der 106. Minute nach Vorarbeit von Nico Williams und Pedro Porro.
Hat Argentinien den Titel verteidigt?
Nein. Kein Team hat seit Brasilien 1958/1962 zwei WM-Titel in Folge geholt.
Wer hat die Torjägerkrone gewonnen?
Kylian Mbappé mit zehn Toren. Messi blieb im Finale ohne Treffer und landete mit acht Toren auf Platz zwei.
Quellen: t-online Live-Ticker, 19. Juli 2026; ESPN, Finalberichterstattung vom 19. Juli 2026.