Tesla Roadster: Warum er fliegen kann – und warum er noch nicht zu kaufen ist

Last Updated on 16 Minuten ago by TodayWhy Editorial

Tesla Roadster kann kurz fliegen. Am 15. Oktober 2026 hat Tesla in Texas eine überarbeitete Version gezeigt, die sich auf Druckluft-Düsen vom Boden hebt. Produktion ist weiter für 2028 angekündigt. Einen Listenpreis gibt es nicht.

Wer im Oktober 2026 Tesla Roadster sucht, meint nicht das erste Modell von 2008. Gesucht wird das Auto, das kopfüber an einer Rampe hing, über eine Reihe geparkter Teslas sprang und den Boden verließ. Die kurze Antwort: kalte Gasdüsen, Technik von SpaceX, gespeist aus einem Tank mit Druckluft. Die längere: Fliegen kann nur eine von drei Versionen, und die ist nur auf Einladung zu haben.

Das Auto wurde im November 2017 als Prototyp gezeigt, mit Lieferung ab 2020. Neun Jahre später fand die Präsentation statt, auf dem Raketentestgelände von SpaceX bei McGregor, außerhalb von Waco. Elon Musk nannte es das beste der letzten von Menschen gesteuerten Autos. Er sagte auch, es sei nicht unbedingt auf Sicherheit optimiert.

Was der Tesla Roadster am 15. Oktober gemacht hat

Die Vorführung dauerte unter einer halben Stunde und bestand aus Stunts, nicht aus einem Datenblatt. Der Wagen fuhr eine hohe, gebogene Rampe hinauf, bis er kopfüber hing, gehalten von Abtrieb und einem Saugsystem. Dann hob er mit Düsen über eine geparkte Reihe – Model 3, Model Y, Cybertruck, Semi, Cybercab – und machte, was Teslas Entwicklungschef Lars Moravy einen Kickflip nannte. Ein späterer Lauf sollte unter einer Sekunde von null auf 60 Meilen pro Stunde schaffen.

Das ist keine normale Autophysik. Ein Seriensportwagen verlässt den Boden nicht absichtlich. Auf der eigenen Seite zum Rocket-Trim schreibt Tesla klar: „So yes, it can fly.“ Dieselbe Seite setzt dazu, dass die Flugfunktionen nicht für öffentliche Straßen zugelassen sind und der Rocket-Trim nicht in allen Regionen erhältlich ist.

Warum der Tesla Roadster fliegen kann

Die Technik ist Druckluft, kein Strahltriebwerk und nicht nur ein batteriebetriebener Lüfter. Moravy beschrieb etwa zehn Düsen, angeschlossen an rund 600 Liter Druckluft. Musk sprach von Lageregelungsdüsen plus Hauptdüsen am Heck, sodass das Auto „wie eine Rakete“ für ein paar Sekunden fliegen könne. TechCrunch und Wired berichteten von kalten Gasdüsen, wie SpaceX sie für kleine Korrekturen an Raketen nutzt: ein Stoß hochverdichteten Gases, gesteuert von schnellen elektrischen Ventilen.

Darum sieht der Sprung eher aus wie ein kontrollierter Hüpfer als wie ein Flug. Kaltes Gas ist endlich. Sechshundert Liter sind viel für ein Auto und sehr wenig für ein Fluggerät. Der Wagen kann sich heben, drehen und landen. Er kann nicht dahingleiten. Tesla selbst schreibt, die Düsen unterstützten „Vorwärts- und Aufwärtsbeschleunigung sowie seitliche Drehbewegung“. Eine nutzbare Reichweite in der Luft nennt das Unternehmen nicht.

Kaltes Gas ist eine bewusste Wahl, kein Notbehelf. Eine kleine Turbine würde mehr Schub und mehr Dauer geben, und sie würde das Auto in jedem rechtlichen Sinn zum Flugzeug machen, mit Treibstoff, Hitze und einem Wartungsplan, den kein Straßenauto hat. Druckluft ist einfacher, leiser und in anderen Formen schon zugelassen. Sie ist auch der Grund, warum der Hüpfer schnell endet. Sinkt der Tankdruck, stoppen die Düsen. Tesla hat nicht gesagt, wie viele Sprünge ein voller Tank erlaubt oder wie er nachgefüllt wird. Das sind die Fragen, die ein Käufer stellt und eine Vorführung nicht beantwortet.

Das Saugsystem der straßentauglichen Versionen ist die weniger theatralische Hälfte derselben Idee. Statt das Auto nach oben zu drücken, zieht es das Auto nach unten und erhöht so den Grip in der Kurve oder auf der umgekehrten Rampe. Das liegt näher an bestehender Rennwagentechnik, aktiver Aerodynamik und Lüftern, als an einer Rakete. Es ist auch der Teil, der am ehesten in ein zulassungsfähiges Auto überlebt. Ein Saugsystem braucht kein Luftfahrtzeugnis. Eine Umfangsdüse, die das Auto hebt, schon.

Der Performance-Trim fliegt gar nicht. Er hat aktive Aerodynamik und ein mehrstufiges Saugsystem für Abtrieb. Thrust ergänzt Heckdüsen für die Beschleunigung. Nur Rocket setzt Düsen rund um den Wagen und gilt als „air ready“. Die ehrliche Antwort auf warum fliegt der Tesla Roadster lautet also: eine Version, kurz, auf Druckluft, in einer Vorführung, und nicht auf einer öffentlichen Straße.

Die drei Versionen – und was eine Reservierung wirklich kauft

VersionSitzeWas dazukommtAngegebene 0–60Wie man rankommt
Performance2Aktive Aero, Saugsystemunter 1,6 sReservierung
Thrust2Kalte Gasdüsen am Heckunter 0,9–1,0 sBegrenzte Auflage
Rocket1Düsen am Umfang, kann fliegenunter 0,6 sNur auf Einladung

Die Roadster-Seite von Tesla listet die drei Stufen. Performance ist „road ready“. Thrust ist „race ready“, mit Heckdüsen, die das Auto laut Tesla in unter einer Sekunde von null auf 100 bringen sollen. Rocket ist „air ready“, hat einen Sitz und ist die einzige Version, die fliegt. Electrek setzte nach dem Abend Performance unter 1,6 Sekunden, Thrust unter 0,9 und Rocket unter 0,59, mit einer angegebenen Höchstgeschwindigkeit über 230 Meilen pro Stunde. Das sind Angaben des Unternehmens von diesem Abend, keine unabhängigen Tests.

Die Reservierung ist der Teil, auf den man heute reagieren kann. Tesla verlangt 5.000 Dollar sofort, genannt voll erstattbar, und weitere 45.000 Dollar innerhalb von zehn Tagen, sonst verfällt die Option. Das ist dieselbe Struktur wie 2017. Berichte vom Abend nannten für Thrust eine deutlich höhere Reservierungssumme, um die 250.000 Dollar, und Rocket nur auf Einladung. Ein Listenpreis für keine der drei Versionen wurde veröffentlicht. Eine Anzahlung ist kein Kaufpreis.

Warum die Produktion erst 2028 kommt

Die Verspätung ist die andere Hälfte der Suche. Der Roadster wurde im November 2017 als das schnellste Serienauto vorgestellt, das Tesla bauen wollte, mit Lieferung ab 2020. Das Datum rutschte wiederholt. Die Präsentation des Serienautos selbst wurde verschoben, zuletzt vom 1. auf den 15. Oktober wegen des Wetters. Auf der Bühne sagte Musk, die Produktion beginne 2028, „actually, for real“.

Das ist eine Ansage, kein Fabrikplan. Tesla hat kein Werk genannt, keine Batteriegröße, keinen festen Preis. Manche Berichte nannten eine angegebene Reichweite von 300 Meilen und eine Höchstgeschwindigkeit über 230 Meilen pro Stunde für das neue Auto. Die ältere Roadster-Seite von Tesla zeigt an manchen Stellen noch die Zahlen von 2017, darunter vier Sitze und 620 Meilen Reichweite. Beide Sätze können nicht dasselbe Auto beschreiben. Bis Tesla ein einziges Datenblatt veröffentlicht, sollte man die Angaben vom Oktober 2026 und die alte Seite getrennt lesen.

Die Anzahlungen von 2017 gehören zur Geschichte. Manche Käufer legten 50.000 Dollar für ein Auto hin, das damals um 200.000 Dollar beworben wurde. Einige, darunter OpenAIs Sam Altman, beschwerten sich später, wie schwer die Stornierung war. Wer jetzt reserviert, stellt sich in eine Schlange, die schon neun Jahre wartet. In derselben Woche suchen andere in Deutschland nach ganz anderen Zahlen für 2027, etwa der Rentenerhöhung 2027. Der Roadster ist das andere Ende: ein Auto, das keinen Kraftstoff verbrennt und trotzdem noch nicht zu kaufen ist.

Was „nicht für öffentliche Straßen zugelassen“ bedeutet

Das Flugsystem ist das rechtliche Problem. Teslas eigene Fußnote sagt, die Rocket-Funktionen seien nicht für den öffentlichen Straßenverkehr zugelassen. Ein Auto, das den Boden verlassen kann, ist in dem Moment ein Luftfahrzeug, in dem es das tut, und Luftfahrtregeln sind keine Autoregeln. Kalte Gasdüsen werfen außerdem Fragen nach Lärm, Restgas und dem auf, was passiert, wenn eine Düse im Verkehr zündet.

Musk sagte am Abend, das Auto sei nicht unbedingt auf Sicherheit optimiert. Das ist ein ungewöhnlicher Satz für ein Unternehmen, das ein Straßenauto verkauft. Er passt besser zu einem Vorführfahrzeug als zu einem Produkt, das man morgen zulassen kann. Die straßentaugliche Version, falls eine 2028 kommt, dürfte der Performance-Trim sein, oder Thrust mit begrenzten Düsen. Der fliegende Rocket bleibt ein Showauto, bis eine Behörde etwas anderes sagt.

Häufige Fragen

Ist der Tesla Roadster wirklich geflogen?

Ja, in einer Vorführung am 15. Oktober 2026 auf einem SpaceX-Gelände in Texas. Er hob auf kalten Gasdüsen ab, drehte sich und landete. Das war ein kontrollierter Hüpfer auf Druckluft, kein Dauerflug.

Welche Version des Tesla Roadster kann fliegen?

Nur der Rocket-Trim. Performance ist ein Straßenauto mit Saugsystem. Thrust ergänzt Heckdüsen für die Beschleunigung. Rocket setzt Umfangsdüsen und hat einen Sitz. Tesla sagt, Rocket sei nur auf Einladung und nicht für öffentliche Straßen zugelassen.

Was kostet der Tesla Roadster?

Ein Listenpreis wurde nicht genannt. Eine Reservierung kostet 5.000 Dollar sofort und 45.000 Dollar innerhalb von zehn Tagen. Für Thrust wurde eine deutlich höhere Reservierungssumme berichtet. Rocket ist nur auf Einladung.

Wann wird der Tesla Roadster gebaut?

Tesla sagt Produktion 2028. Das Auto war zuerst für 2020 versprochen. 2028 ist das aktuelle Unternehmensziel, kein Liefertermin.

Ist das derselbe Roadster wie 2008?

Nein. Der Roadster von 2008 war Teslas erstes Auto, ein umgebauter Lotus. Dies ist der Sportwagen der zweiten Generation, angekündigt 2017 und im Oktober 2026 in Serienform gezeigt.

Wie fliegt er ohne Flügel?

Kalte Gasdüsen. Hochdruckluft wird durch Düsen geleitet, dasselbe Prinzip, das SpaceX für kleine Raketenmanöver nutzt. Der Vorrat ist begrenzt, darum ist der Hüpfer kurz.

Fazit: Darum diese Suche

Der Tesla Roadster, den Leute suchen, ist eine Vorführung, die funktioniert hat: ein Auto, das auf Druckluft den Boden verließ, auf einem Raketengelände, vor Kameras. Das Produkt, das man reservieren kann, ist vor allem eine Anzahlung. Performance ist das Straßenauto. Thrust ist das schnelle. Rocket ist das, das fliegt, und Tesla hat schon gesagt, dass es nicht für öffentliche Straßen ist. Die Produktion bleibt ein Versprechen für 2028, neun Jahre nach dem ersten. Bis ein Preis und ein einziges Datenblatt da sind, ist die ehrliche Beschreibung ein Stunt, der gelandet ist, und ein Auto, das es noch nicht gibt.

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