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Nächste Hitzewelle im Juli 2026: Kaum ist die historische Hitzewelle vom Juni vorbei, zeichnet sich nach aktuellen Wettermodellen bereits die nächste ab. Nach einer kurzen, unwetterreichen Verschnaufpause Anfang Juli könnte es ab dem 7. Juli erneut Richtung 40 Grad gehen — mitten im meteorologisch bedeutsamen Siebenschläferzeitraum. Warum die Pause so kurz ausfällt, was die Modelle wirklich zeigen, und warum sich Wetterexperten noch nicht einig sind, erklären wir hier.
Nächste Hitzewelle im Juli 2026: Was die Wettermodelle zeigen
Nach dem Ende der historischen Juni-Hitzewelle mit Spitzenwerten von teils über 40 Grad sorgt ein kurzer Wetterumschwung Anfang Juli zunächst für Entlastung: Tornadoartige Unwetter und Sturzfluten ziehen über weite Teile Deutschlands, die Temperaturen fallen vorübergehend auf 20 bis 25 Grad. Doch diese Pause dürfte nur wenige Tage halten. Bereits ab dem 7. Juli baut sich nach dem europäischen Wettermodell eine neue Hitzewelle auf, die bis zum 11. Juli erneut Werte nahe der 40-Grad-Marke erreichen könnte.
Warum es zwischen den Hitzewellen nur eine kurze Pause gibt
Der Grund liegt im sogenannten Azorenhoch — einem stabilen Hochdrucksystem über dem Atlantik, das den europäischen Sommer maßgeblich prägt. Zieht sich das Hoch kurzfristig zurück, rücken Tiefdrucksysteme nach und bringen Abkühlung und Gewitter. Doch das Azorenhoch gibt selten schnell auf: Schon wenige Tage nach dem Rückzug positioniert es sich nach aktuellen Berechnungen erneut über Mitteleuropa — und mit ihm kehrt die nächste Hitzewelle im Juli zurück, statt dass sich eine dauerhaft kühlere Wetterlage etabliert.
Warum sich die Wettermodelle nicht einig sind
Anders als bei der Junihitzewelle ist die Prognoselage für die kommende Periode deutlich unsicherer. Das europäische Wettermodell (ECMWF) berechnet eine klare Erhaltungsneigung mit erneuter Hitze ab dem 7. Juli. Das amerikanische Modell (GFS) zeigt dagegen ein Szenario, in dem sich der Wetterumschwung verstetigt und Deutschland länger in einer wechselhaften, deutlich kühleren Nordwestströmung verbleibt, mit Höchstwerten von nur 22 bis 27 Grad bis weit in den Juli hinein. Welches Modell sich durchsetzt, dürfte sich laut Meteorologen erst in den ersten Julitagen seriös einschätzen lassen.
Wie heiß könnte die nächste Hitzewelle im Juli wirklich werden?
Sollte sich das Szenario mit erneuter Hitze bestätigen, steht laut Berechnungen mehr als nur ein neuer Tagesrekord zur Diskussion: Einige Modellläufe sehen lokal Werte, die sowohl den bisherigen Juni-Rekord von 39,6 Grad (Bernburg, Sachsen-Anhalt, 2019) als auch den deutschen Allzeitrekord von 41,2 Grad (Juli 2019) in Frage stellen könnten. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte bereits Ende Juni darauf hingewiesen, dass die laufende Hitzewarnperiode mit rund zwölf Tagen zu den längsten seit Einführung des DWD-Hitzewarnsystems 2005 zählt — ein Hinweis darauf, wie ungewöhnlich dicht sich Hitzeperioden 2026 bereits aneinanderreihen. (DWD Pressemitteilung)
Warum solche Doppel-Hitzewellen kein Zufall sind
Eine zweite schwere Hitzewelle binnen weniger Wochen ist statistisch ungewöhnlich — passt aber in ein Muster, das wir bereits bei der Junihitzewelle ausführlich erklärt haben: Ein geschwächter, stärker mäandrierender Jetstream lässt Hochdrucksysteme wie das Azorenhoch länger an Ort und Stelle verharren, statt zügig weiterzuziehen. Genau dieses Muster — bekannt als Blockierung oder „Omega-Block“ — sorgt dafür, dass sich Wetterlagen in Mitteleuropa zunehmend festsetzen, ob bei Hitze oder bei Unwettern. Klimaforscher ordnen diese Häufung als Teil eines längerfristigen Trends ein, der mit der überdurchschnittlich schnellen Erwärmung Europas zusammenhängt.
FAQ
Kommt die nächste Hitzewelle im Juli 2026 wirklich?
Nach dem europäischen Wettermodell ja — ab dem 7. Juli wird erneut eine deutliche Erwärmung in Richtung 40 Grad berechnet. Das amerikanische Modell zeigt jedoch ein kühleres Szenario. Eine verlässliche Einschätzung ist erst in den ersten Julitagen möglich.
Wie lange dauert die Pause vor der nächsten Hitzewelle?
Nach aktuellem Stand nur wenige Tage — etwa vom 1. bis 6. Juli, mit teils unwetterartigen Gewittern und Temperaturen um 20 bis 25 Grad.
Könnte die nächste Hitzewelle einen neuen Allzeitrekord bringen?
Einige Modellläufe halten das für möglich. Der deutsche Allzeitrekord liegt bei 41,2 Grad (Juli 2019), der Juni-Rekord bei 39,6 Grad (2019). Beide Werte könnten laut aktuellen Prognosen theoretisch wieder erreicht werden.
Warum gibt es 2026 schon die zweite oder dritte schwere Hitzewelle?
Ein geschwächter Jetstream lässt Hochdrucksysteme wie das Azorenhoch länger über Mitteleuropa verharren. Mehr dazu in unserem Artikel zur Junihitzewelle und dem Omega-Block.